Travel Stories

Thailand Teil 2 Der Südwesten

Thailand der Südwesten
Im zweiten Teil unseres Thailand Blogbeitrags wird es tierisch, nass und sandig. Es geht in den südwesten Thailands.

WHERE TO SLEEP

…in Phuket, genauer gesagt Kamala Beach. Circa 40 Minuten Autofahrt vom Flughafen entfernt fanden wir unsere Bleibe für die nächsten 4 Tage. Unser eher rustikal, aber stilvoll eingerichtetes Zimmer im Wabi Sabi Boutique Hotel Phuket hatte direkten Poolzugang und mit 5 Gehminuten erreichten wir auch schon den Strand und viele Lokale. Zimmer und Frühstück war alles tippitoppi, einen Fitnessraum gab es allerdings keinen. In Thailand braucht ihr euch übrigens nicht wundern, wenn einmal Krabbeltierchen vorbei spazieren. Anstatt laut aufzuschreien (das passiert bei mir zugegebenermaßen dann, aber nur dann, wenn im Meer plötzlich etwas das Bein streift – Horrorszenario haha) beobachten wir jene Tierchen gerne. Irgendwann hat sich bei uns dann die Angewohnheit eingebürgert, Tieren, zu denen wir eine Geschichte haben, einen Namen zu geben. So kam es dazu, dass Tausendfüßer Pooltoni uns eines Abends Gesellschaft leistete, ein Stück von Paulis Haferbrei knabberte, bis er dann wieder im Dschungel verschwand.

…in Khao Lak bzw. Bangsak Beach. Wir haben hier etwas tiefer in die Geldbörse gegriffen und suchten uns dafür eine kleine Pool-Villa mit direktem Zugang zum privaten Pool aus. Das Zimmer war richtig schön gestaltet und praktischerweise wurden die Trinkwasserflaschen jeden Tag nachgestockt. Am gesamten Anwesen fühlte man sich wie im Dschungel, sowohl optisch als auch akustisch. Die Tierbekanntschaften führten auch hier weiter. Das Hotel kann noch so modern sein, manche Tierchen finden dennoch ihren Weg in die Zimmer. So auch jener Gecko, den wir Karl-Gustav getauft haben, welcher uns die eine oder andere Nacht ein Konzert anstimmte. Und Leute, habt ihr schon einmal einen Gecko Geräusche machen hören? Googelt es mal, ihr werdet richtig erstaunt sein. Doch nun weiter zum köstlichen Teil. Das Frühstücksbuffet bietet dort wirklich alles, was das Schlemmerherz begehrt: von thailändischen Speisen, bis hin zu einheimischem Obst, frisch zubereiteten süßen Speisen und einer Auswahl an Gebäck, Marmeladen und Säften. Unser Morningessential kristallisierte sich bald heraus: Coconut-Papaya-Sandwich. Noch nie davon gehört, aber in Thailand gibt es Kokosnussmarmelade, diese in Kombination mit einer Papaya schmeckt zum Dahinschmelzen, doch überzeugt euch optisch selbst von der Eigenkreation in der Kategorie Traveltips.

MUST SEE

Die Zeit in Phuket haben wir für diverse Tagesausflüge genutzt. Wie wir diese gefunden und gebucht haben, könnt ihr in der Kategorie Traveltips einsehen.

Ein absolutes Highlight unserer Thailandreise war der Besuch im Green Elephant Sanctuary Park in Phuket. Im dortigen Areal können die geretteten Elefanten, welche früher schlimme Dinge ertragen mussten, ihr restliches Leben verbringen. Bei der Vormittags- oder Nachmittagstour kann man ein paar der sanften Wesen kennenlernen, sie mit Bananen und Gurken füttern, mit Schlamm vollkleistern und abschließend ein gemeinsames Bad in einem Teich nehmen. Schlamm, igitt? Glaubt uns, wenn ihr diese großen, faszinierenden Elefanten so hautnah erleben könnt, dann vergesst ihr, dass ihr gerade knöcheltief im Schlamm steht. Die Haut der Tiere zu fühlen und ihnen so nahe zu sein ist wirklich ein unbeschreibliches Gefühl. Der kleine Elefant am Bild ist übrigens Lucky, ein richtig knuffiger, verspielter Junge. Know before you go: Wenn ihr Interesse habt, mit diesen sanften Riesen zu agieren, dann erkundigt euch DAVOR, ob es ein Verein ist, der arme Tiere ausbeutet, oder eine Organisation, die jene Lebewesen rettet.

Schlammpackung

Im Urlaub braucht man Zeit für Entspannung, aber auch für Abenteuer, nicht wahr? Bei unserem zweiten Tagesausflug, der John Gray’s Sea Canoe Kajaktour, konnten wir beides kombinieren. Ihr werdet von eurem Hotel mit einem Shuttle abgeholt und zum Hafen gebracht, von wo es dann mit einem Boot ins weite Meer hinaus geht zu zwei Inseln in der Phang Nga Bay. Mr. F, der organisierende Kopf auf unserem Boot, erklärte in Englisch auf humorvolle Art und Weise do’s und dont’s. And you better listen carefully, denn ihr seid am offenen Meer und wer will da schon verloren gehen? In Wahrheit ist es allerdings wirklich sehr entspannt und aufregend, denn die Tour ist bestens organisiert. Nachdem alle Touris am Schiff in 2er Teams einen Kajakapitän zugewiesen bekommen haben, ging’s auch schon los. Wir haben hierbei wirklich den Jackpot geknackt, denn unser Captain war Mr. F höchstpersönlich und er erzählte uns sooo viele interessante Dinge und zeigte uns sogar 1-2 Mal vor allen anderen die schönsten Plätzchen. Die Strecke im Kajak führte uns durch stockfinstere Höhlen, vorbei an riesigen Felsen und in stille Lagunen. Für alle Angsthasen unter euch, mir (Angelika) schweben am Meer im Kopf auch immer ein imaginärer Hai oder sonstige riesigen Meerestiere herum, die mich mit Haut und Haaren verschlingen könnten. Und ja, obwohl man in so einem schlauchbootartigen Kajak auch mal mit dem Wasser in Berührung kommt, hatte ich nach den anfänglichen Sorgeminuten keinen einzigen Gedanken mehr an monströse Raubtiere deep down under verschwendet. Die traumhaft schöne, von Menschenhand unberührte Natur auf den Inseln hat mich in den Bann gezogen. Wenn ihr Glück habt, dann kommt ihr auch in den Genuss einige kleinere Tiere zu beobachten, wie beispielsweise Affen, Schlammspringer, Quallen, Vögel oder ähnliches. Achtung, jetzt wird’s kitschig! Bei unserer Tour blieben wir bis zum Sonnenuntergang in der Phang Nga Bay und wir haben selten so etwas wunderschönes, wie einen Sonnenuntergang am offenen Meer, gesehen. In die John Gray’s Sea Canoe Kajaktour könnt ihr also gerne investieren, denn was will man mehr außer Natur pur, Sonnenschein, gutes thailändisches Essen (am Boot gibt’s im Preis inbegriffen zwei Mahlzeiten) Abenteuer und Meer?

WHERE TO EAT

Vor allem in Phuket am Kamala Beach reihen sich die Lokale dicht aneinander. Wir haben uns für euch durchgekostet und sind uns einig, dass das „Hey Ha“ mit Abstand die besten Speisen zubereitet und auch vom Service her top ist. Ein absolutes MUST TRY in Thailand ist das Gericht „Pineapple fried Rice“, von dem es dort auch eine vegetarische Version gab. Reis mit Curry verfeinert, dazu Ananasstücke, Rosinen (entweder man liebt, oder hasst sie), Paprikastückchen und Cashewnüsse, serviert in einer Ananashälfte. Sonderwünsche, wie beispielsweise keine Zwiebel, wurden immer höflich angenommen. Wenn ich daran denke, läuft mir jetzt schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Und für diejenigen, die keine Ananas mögen, gibt es auch eine andere exotische Variante mit Kokosnuss – ähnliche Zusammensetzung, allerdings mit Kokosmilch und Meeresfrüchten zubereitet.

Im Vergleich zu Kamala Beach ist Bangsak Beach viel weniger von Touristen überhäuft. Deshalb sind hier weniger, aber recht idyllische Lokale entlang des Strandes verstreut. Das Restaurant in unserem Hotel war zwar lecker, aber preislich um einiges teurer, als eigenständige Lokale am Strand. Zu Mittag gingen wir daher immer zu unserem auserkorenen Stammlokal namens Be friend Restaurant and Bar. Neben Getränken, teilten wir uns meistens ein Hauptgericht und bestellten uns 3-4 Portionen Reis extra dazu, umgerechnet für nicht mal 6€. Falls ihr dort vorbei schaut, müsst ihr unbedingt die Gerichte „Fried Chicken Cashew Nut“ und „Fried Rice with Pineapple (für mich without Ham, dafür mit Cashewnüssen) probieren, sooo lecker. Auch die Naschkatzen unter euch werden hier fündig. Die Nachspeise Mango with Sticky Rice ist eines der süßesten Dinge, die wir je probiert haben. Serviert mit einem Kokosnussirup, der nach Belieben über den Reis geleert werden kann, ist es eher eine Mahlzeit für den kleinen Hunger zwischendurch.

BEACHES

Der Strandabschnitt in Phuket/Kamal Beach erinnerte uns leider schon ziemlich an Italien: viele Menschen, Strandliegen und Sonnenschirme aufgereiht und noch mehr Menschen. Für den einen oder anderen Tag akzeptabel, aber für einen längeren Strandaufenthalt nicht unbedingt empfehlenswert. Ganz im Gegensatz dazu der Strandabschnitt namens Bangsak Beach oberhalb von Khao Lak. Weite Strandabschnitte, teilweise auch mit ein paar kleineren Felsen im Meer, und kaum Menschen. Je näher man allerdings zu Khao Lak kommt, desto besiedelter sind auch die Küstengebiete. Am vorletzten Tag spazierten wir zum 5km entfernten White Sand Beach. Eine derartig lange Wanderung bei 34°C (wer sich das wohl in den Kopf gesetzt hat? – möglicherweise war ich’s, Angelika haha) ist nicht unbedingt ratsam, vor allem da der White Sand Beach im Vergleich zu weiter oben liegenden Regionen nicht besonders ist. Immer zu beachten sind Ebbe und Flut: uns passierte bei der Wanderung, dass wir beim Rückweg nicht mehr vor den Felsen vorbei konnten, da das Meer  durch die Flut weiter draußen war. Not macht ja bekanntlich erfinderisch, und beim Klettern über Felsen konnte man so einige Schöne Fotospots finden.

Fotospot Bangsak Beach

Für genauere Tipps, Foodspots, Transfer und Co einfach den Beitrag in der Kategorie Traveltips durchschmöckern.

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